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So beachten wir das Profil der Werkrealschule

Das Lernen in der Werkrealschule ist auf die Bildungsbedürfnisse und auf den Bildungsanspruch von Schülerinnen und Schülern mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zugeschnitten. Deshalb stellen wir uns auf die Förderung unterschiedlicher Begabungen, Neigungen, Interessen, Kultur- und Sozialerfahrungen ein. Wir nehmen die vielfältigen Lernvoraussetzungen unserer Schülerinnen und Schüler auf, fördern ihre Motivation und ihre Leistungsbereitschaft und führen sie zu gesicherten Lernergebnissen.
Die Werkrealschule ist eine weiterführende Schule, die im Anschluss an die Grundschule in einem durchgehenden Bildungsgang bis Klasse 10 zur Mittleren Reife führt. Nach Klasse 9 ist der Hauptschulabschluss mit einer Prüfung ebenso möglich.

Ein guter Start ist wichtig - auch in der Werkrealschule. Deshalb sind bei uns in Klasse 5 die Anfangsschulwochen so gestaltet, dass sich unsere neuen Werkrealschülerinnen wohl fühlen, von Anfang an einen guten Umgang miteinander pflegen und lernen, ihre besonderen Begabungen einzusetzen.
Wir gehen flexibel auf ihre unterschiedlichen Lern- und Motivationsvoraussetzungen ein und möchten erreichen, dass ihre Schülerpersönlichkeit gestärkt und ihre individuelle Leistungsfähigkeit gesteigert wird. Dabei richten wir das Augenmerk insbesondere darauf, dass die Schülerinnen Kompetenzen erwerben, die es ihnen ermöglichen, selbständig, gezielt und richtig zu lernen.
In den Klassen 5 und 6 beobachten wir die Leistungsmöglichkeiten unserer Schülerinnen sehr genau, da sich nach diesen beiden Klassenstufen manchmal ein Wechsel in die Realschule empfiehlt. Zu Fragen eines möglichen Schulartenwechsels gibt Ihnen die Klassenlehrerin gerne Auskunft.
Wir möchten den Lernstand unserer Werkrealschülerinnen exakt erfassen. Die Lernstandsdiagnose im 5. Schuljahr zeigt den Schülerinnen und uns genau auf, wo die Leistungsstärken liegen und wo noch gearbeitet werden muss. Jede Schülerin bekommt individuelles Fördermaterial, mit dem eventuelle Lücken im Laufe des fünften Schuljahres geschlossen werden können. Anfang Klasse 6 wird eine weitere Diagnose durchgeführt, damit wir den Lernzuwachs feststellen können.
Im Unterricht arbeitet die "Pädagogische Assistentin" eng mit den Lehrkräften zusammen. Sie kann mit den Schülerinnen das Fördermaterial bearbeiten, Zusatzaufgaben erledigen, bei Lernschwierigkeiten einzelnen Schülerinnen weiterhelfen oder z. B. eine Gruppenarbeit begleiten. Der Lernprozess wird von der Pädagogischen Assistentin optimal unterstützt.

In Klasse 7 findet eine umfassende Kompetenzanalyse statt. Dieses Profil-Assessment-Center hat zum Ziel, eine objektivierte Bewertung der individuellen, überfachlichen und ausbildungsbezogenen Leistungen der Schülerinnen zu ermöglichen. Wir arbeiten ein individuelles Stärken- und Schwächenprofil heraus und zeigen die Fähigkeiten und Talente der Werkrealschülerinnen auf. Diese wird den Schülerinnen und den Eltern im Einzelnen erläutert und bietet wertvolle Hinweise für die Berufswegeplanung.
Kompetenzen aufzubauen und auszubauen braucht Zeit. Um unsere Schülerinnen und Schüler langfristig auf die Berufsfindung vorzubereiten, arbeiten wir bereits ab Klasse 5 im Kompetenzbereich "Wege zur Berufsfindung". So vorbereitet, informieren sie sich in Klasse 8 und 9 grundlegend über Ausbildungsgänge und Berufswege und bereiten sich in besonderen Projekttagen gezielt auf ihre Berufswahl vor.
Wir kooperieren mit dem Arbeitsamt und anderen außerschulischen Partnern und begleiten unsere Schülerinnen und Schüler bei Berufserkundung und Praktikum, bei Berufsfindung und Bewerbung.
Unser Patenschaftsmodell PAWABU erleichtert ihnen den Übergang von der Werkrealschule in eine Ausbildung. In diesem Modell begleiten ehrenamtliche Paten und Patinnen einzelne Jugendliche bei Berufsfindung, Lehrstellensuche, Bewerbung und Vorstellungsgespräch. Die Paten stehen selbst während der Ausbildung noch mit Rat und Tat zur Verfügung.
Im 8. und 9. Schuljahr sind die Wahlpflichtfächer "Natur und Technik", "Gesundheit und Soziales" und "Wirtschaft und Informationstechnik" profilbildende Elemente der Werkrealschule. Jede Schülerin entscheidet sich für eines der drei Wahlpflichtfächer.
Im 9. Schuljahr kann die Hauptschulabschlussprüfung angesteuert werden. Ein gezielter, auch auf die Anforderungen der Prüfungen zugeschnittener Unterricht, vermittelt nicht nur eine gründliche Vorbereitung auf Projekt - und zentrale Hauptschulabschlussprüfung, sondern vor allem ein solides Fundament an Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, das die Schulabgänger in den nächsten Lebensabschnitt begleitet.
In Klasse 10 findet der Unterricht an drei Tagen pro Woche an unserer Schule statt und die beiden weiteren Tage an der zweijährigen Berufsfachschule. Dort gliedert sich das Lernangebot in den kaufmännisch-technischen, den gewerblich-technischen Bereich oder den Bereich Ernährung und Gesundheit. Das 10. Schuljahr schließt mit der Prüfung zum Erwerb der Mittleren Reife ab.

So gestalten wir das Miteinander von Kleinen und Großen

In einer so großen Schule wie der unseren mit ca. 900 Schülerinnen von 6 bis 16 Jahren bleiben Konflikte nicht aus. Für alle ein akzeptables Miteinander zu gestalten, in dem sich Kleine und Große wohl fühlen, ist und bleibt für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Wir achten deshalb sehr darauf, dass die in Schul - und Klassenordnung vereinbarten Regeln auch eingehalten werden.
Damit jede Altersstufe und jede Schulart zu ihrem Recht kommt, gibt es bei uns einerseits Einrichtungen und Veranstaltungen, die nur einer bestimmten Schulart oder Altersstufe vorbehalten sind, aber auch andere, in denen wir die Gemeinschaft aller betonen. Dass wir als große Schulgemeinschaft zusammengehören, kommt u.a. in den Schulfesten zum Ausdruck. Mit verschiedenen Schwerpunkten versehen, wie z.B. Musik, Kunst, Sport tragen hier die Schülerinnen aller Klassen zu sehr gelungenen Veranstaltungen bei.
Auch im täglichen Schulbetrieb fördern wir das Miteinander.
Unter dem Motto "Große helfen Kleinen" laufen u.a. folgende Aktionen:
1. Sie unterstützen in der großen Pause die Aufsicht der Lehrerinnen, achten darauf, dass die Regeln zur Sicherheit und Ordnung eingehalten werden, helfen, wenn ein Streit entbrennt oder sich ein Kind verletzt hat oder spielen manchmal einfach mit. 3. Hierfür speziell ausgebildete Schülerinnen versehen den Rot-Kreuz-Dienst.
Sie werden gerufen, wenn es jemandem nicht gut geht oder versorgen kleinere Verletzungen. Über Funk sind sie stets zu erreichen und den ganzen Morgen über einsatzbereit.