Abschied

 

Herr Eugen Schwarz wird verabschiedet

 

Auf den einzigen Vertreter der männlichen Spezies müssen die Grundschulkolleginnen ab September verzichten. Herr Schwarz durfte im Juli 2006 das selten gewordene 40-jährige Dienstjubiläum feiern und wird jetzt nach 39 Jahren Oskar-Schwenk-Schule den Ruhestand antreten.Vier Lehr-, bzw. Bildungspläne, 6 Kultusminister und jede Menge Veränderungen im Bildungswesen wurden von Herrn Schwarz mit stoischer Ruhe ertragen. Aufgeregtes, hektisches Handeln war - vor allem bei Direktiven von oben - bei ihm noch nie angesagt. Auch im Kollegium wurde Herr Schwarz wegen seiner Kooperationsbereitschaft - getragen von Harmoniebestreben - immer sehr geschätzt. Umringt von Grundschülerinnen und -schülern bewegte er sich zum Unterricht, seine schwere Tasche schleppend. Ging es zum Sport in die Turnhalle, wurde er bereits sehnsüchtig erwartet und im Pulk begleitet. Freundlich lächelnd wendete er sich den Kindern zu, regulierte leise, unterhielt sich mit ihnen und machte gut gelaunt  gelegentlich ein Späßchen. Ganz gleichgültig, welche pädagogische Richtung gerade angesagt war, Herr Schwarz blieb bei seiner väterlichen Linie, die da heißt, persönliche Zuwendung geben, an individuelle Entwicklungsmöglichkeiten glauben und liebevoll begleiten. An jedem Tag war für die Kinder spürbar, dass er sie mag. Wen wundert es, dass er in manchen Eltern-, sprich ehemaligen Schülerkreisen "Papa Schwarz" genannt wird.Bei Schul- und Sportfesten gehörte er häufig ins Organisationsteam, um für attraktive Bewegungsmöglichkeiten zu sorgen. An jeder Stelle konnte man mit seiner wohlwollenden Mitarbeit rechnen. Seit September 1970 war Herr Schwarz eine feste, verlässliche Größe an unserer Schule. Wir wünschen ihm, dass er den Ruhestand zusammen mit seiner Familie ganz lange ungetrübt genießen und sich in Muße an allem freuen kann, worauf er aus Zeitgründen bislang verzichten musste.