Ausstellung "Parallelen", Jugendkultur und heutige Festbräuche

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Zum zweiten Mal können Sie diese Adresse anwählen und sich informieren lassen, was ein Klassenzimmer im Museum für Volkskultur zu suchen hat:
Zehn Schülerinnen und Schüler der Klassen R9 und R10 fanden sich in einer Ar-beitsgemeinschaft um Herrn Fritsche zusammen, um zu untersuchen, ob und wie die heutige Jugendkultur mit althergebrachten Festbräuchen korrespondiert. Von Anfang des Schuljahres bis Weihnachten diskutierte die Schülergruppe mit den Mitarbeitern des Museums und Experten die Themen und Visionen des Projekts. Das Grundthe-ma Rituale und Bräuche zog sich durch alle Gespräche. Es formierten sich drei zu erforschende Themenkomplexe:
- Die Fastnacht als Beispiel für traditionelle Bräuche im Jahreslauf.
- Die Jugendkultur und moderne rituelle, brauchtumsähnliche Verhaltensformen in den einzelnen Jugend-Gruppierungen.
- Die Fankultur am Beispiel von Fussballfans oder Musikfans und wie sich dort Ri-tuelles und Brauchtumsähnliches zeigt.
Auf diesen Gebieten musste gründlich recherchiert und Anschauungsmittel aufge-trieben werden, damit eine ansprechend gestaltete Ausstellung als Ergebnis der Ar-beit zusammengestellt werden konnte.
Der Kurator des Museums, Herr Frank Lang, und Frau Andrea Hartl standen als Ex-perten und Berater zur Verfügung. Das Ausstellungskonzept musste erarbeitet wer-den, damit die Exponate gut platziert und vor allem die Zielgruppe "Besucher" von den Rechercheergebnissen angesprochen werden sollten.
Schülerinnen und Schüler suchten nach einem Konzept, das alle Interessierten, be-sonders die jüngeren Besucherinnen und Besucher mit Aufgaben und Aktionen an-spornen sollte, sich die Inhalte zu erschließen. Von der "Chill-Ecke" über Malaufga-ben und Puzzles bis zum Medienraum in der Mitte, sollten die Betrachter sich der Erkenntnis nähern, dass das Verhalten der heutigen Jugend gar nicht so weit vom alten Brauchtum entfernt ist, dass sich das Verhalten in Traditionsvereinen, z.B. Fast-nachtszünften nicht sehr vom Verhalten der heutigen Jugend in ihren diversen Grup-pierungen und Stilrichtungen unterscheidet.
Zur Eröffnung der Ausstellung am 16. Mai stellten Larissa Hacker und Saskia Rohde das Ergebnis vor. Alia Luley führte sehr charmant durch die Modenschau. Am Nach-mittag hatte die Gruppe feine Häppchen für das Publikum vorbereitet, darunter Herr Bürgermeister Lutz und Frau Hilbert vom Amt für Schule und Bildung.
Wir bedanken uns sehr bei Herrn Thomas Brune, dem Leiter der Abteilung Volks-kunde und stellvertretendem Direktor des Landesmuseums Württemberg für die großartige Unterstützung des Projekts. Schülerinnen und Schüler konnten mit Frau Andrea Hartl und Herrn Frank Lang wunderbar zusammenarbeiten. Museum und Schule können stolz auf das gemeinsame Projekt sein.
Wir wünschen dem Museum und der Ausstellung "Parallelen" viel Erfolg und eine riesige Besucherschar.
K. Grafen