Erwartungsvoll stiegen unsere Neuntklässler in den riesigen Anhänger, "das rollende Labor", und waren nach wenigen Minuten kaum mehr zu erkennen. Mit Schutzbrillen, weißem Mantel und grünen Handschuhen bewehrt, starteten sie mit den Versuchen.
Genversuche der Sicherheitsstufe 1 dürfen in der Schule nicht gemacht werden. Im hochmodernen Labor und unter der Aufsicht der Wissenschaftler isolierten die Schülerinnen und Schüler aus Darmbakterien die DNA und machten sie sichtbar. Den "genetischen Fingerabdruck" im Versuch aufzuspüren, löste Neugier und Erstaunen aus und erhöhte die Bereitschaft auch den theoretischen Hintergrund aufzunehmen.
An einigen Beispielen konnten die Wissenschaftler unseren Schülerinnen und Schülern zeigen, dass mit moderner Biotechnologie die Chancen steigen, Energie zu sparen, Kosten zu senken, ökologisch und ressourcenschonend chemische, bzw. biochemische Produkte herzustellen. Die Natur bleibt ein unermessliches Reservoir.
Wir danken Frau Wachholz, die das Biolab für unsere Schule organisiert hatte. Die Chemie-Verbände und die Landesstiftung Baden-Württembergs unterstützen schon seit Jahren das rollende Labor, damit Jugendliche über den aktuellen Forschungsstand und die Entwicklungspotenziale der modernen Lebenswissenschaften und der Biotechnologie informiert werden können.
Das Biolab weckte bei unseren Schülerinnen und Schülern großes Interesse an den Biowissenschaften. Spätestens im Vortrag am Donnerstagnachmittag wurde klar, dass die Biotechnologie eine der Zukunftstechnologien ist und damit eine Palette an Arbeitsplätzen bietet, die immer vielfältiger werden. Der eine oder andere mag seine berufliche Entscheidung jetzt noch einmal überdenken.
K. Grafen
