Am 13.3.2008 mussten aufgeregte Dichterinnen und Dichter vor ihrem Auftritt beruhigt werden. Schließlich warteten auf den Plätzen im Forum zahlreiche Gäste auf die Tiergedichte der Dritt- und Viertklässler, auf die Märchen der Fünft- und Sechstklässler, auf die Liebes- oder Hassgedichte der Siebtklässler und auf die Textprodukte der Klassen 8 bis 10, die freie Hand bei Themen und Textsorte hatten.
Helge Thun und Harald Kienzler fachten den Wettstreit zwischen den Gruppen an und gaben Teile ihres eigenen Gedichterepertoires zum Besten. Sehr amüsant moderierten die beiden den Abend. Herr Thun übte sich in der Namensgebung für unsere Instrumental-AG. Sie wurde zur Oskar-Schwenk-Bigband unter Leitung von Nicolas Brischar, zu Oskar-Schwenk-Musikanten mit Richard Brischar, das swinging orchestra der OSS mit James Brischar oder Versionen von Brischar Claydermann. Ganz gleich wie wir sie nennen, sie haben wunderbar gespielt.
In der Pause sorgten Frau Pfister, Frau Eichinger und Sabine Pfister routiniert für Getränke und Butterbrezeln zugunsten der Klassenkasse der R10c. Die Dichterriege benötigte dringend eine Stärkung. Herzlichen Dank für den Sondereinsatz.
Die beste Gala kann nur gelingen, wenn die Akteure gut vorbereitet sind. Dafür zeigten sich neben Herrn Kienzler, Frau Bogen und Herr Fritsche verantwortlich. Aus 80 eingereichten Gedichten wurden 40 ausgewählt, "wobei nicht nur die Qualität der Texte, sondern auch der Vortrag selbst bewertet wurde", wie Frau Bogen sagt. Die Performance auf der Bühne war bei allen Vortragenden sehr passend zum Inhalt der Gedichte.
Die Publikumsjury hielt die Gedichte "Schule für Anfänger" von Mathias Bausch und "Animal Fight Night" von Maximilian Koppermann und Fabian Bolz für die besten. Die beiden werden sich am 9.7.2008 im Landestheater Tübingen mit der regionalen Konkurrenz messen dürfen. Wer dort gewinnt, nimmt am U-20-Poetry Slam in Zürich teil.
Helge Thun initiierte das Projekt im Jahre 2006. Der bereits dreifache Erfolg in Waldenbuch gibt ihm recht. Die Schülerinnen und Schüler erleben Lyrik nicht ältlich und verstaubt, sondern attraktiv und lebensnah. Sie haben die Chance bühnentaugliche Sprach- und Performance-Fertigkeiten zu erwerben und einen Riesenspaß am Wortspiel zu entwickeln. Das Projekt wird von der Tübinger Stiftung "Kunst und Recht" gefördert. Wir danken Herrn Thun und seinem Team für die hervorragende, spaßorientiert, witzige, spannende Arbeit mit Schülerinnen und Schülern aus der Grund-, Haupt- und Realschule.
K. Grafen
