Am kamen die H9er fein angezogen zur Schule. Jeder hatte seine vollständigen Bewerbungsunterlagen dabei, um sich wie im echten Leben einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Man meldete sich bei Frau Breuer im Büro und bekam die Information, wo man sich vorstellen sollte.
Die Personalchefs Jürgen Först, Günther Störrle, Dieter Stillfried und Werner Zeitler waren bereit, die Vorstellungsgespräche zu führen und im Anschluss jedem Schüler / jeder Schülerin persönlich Rückmeldung zu geben, was sich an der Bewerbungsmappe, am Auftreten, in der Argumentation im Gespräch noch verbessern ließe. Manch einer war enttäuscht, wenn der Ausbildungsplatz nicht zu haben war. Gelegentlich war das Leistungsbild des letzten Zeugnisses daran schuld, dass man keine Chance hatte. Dann hieß es neu überlegen und bei der Arbeitsagentur, bei Herrn Rothfuß nachzuhaken, welche Möglichkeiten man sonst noch hat. Aufregend waren die Eignungstests bei Herrn Hezler. Frau Breusch gab Aufschluss über schulische Wege nach dem Hauptschulabschluss. Herr Schweizer von der "Vertieften Berufsorientierung" leitete die Neuner im Computerraum an, wie sie Online-Bewerbungen zu bearbeiten haben.
Alle Abschlussschülerinnen und -schüler nahmen das Planspiel sehr ernst. Sie waren zum Teil ziemlich aufgeregt, da sie fremden Menschen begegnen mussten und ein möglichst gutes Bild von sich abgeben wollten.
Frau Breuer hatte den Vormittag bestens organisiert. Mit Laufzetteln ausgerüstet marschierten die Jugendlichen von Station zu Station. Damit keine Langeweile aufkommen konnte, legte Frau Breuer ihnen gelegentlich durch Ereigniskarten Schwierigkeiten in den Weg. "Deine Ausbildungsfirma muss schließen. Was machst Du jetzt?"
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Breuer für die Konzeption und Organisation des Planspiels. Unser Dank geht an die ehrenamtlich tätigen Chefs der vier Firmen, die mit viel Erfahrung und Sachverstand den Jugendlichen die Möglichkeit gaben, sich selbst in einem Bewerbungsgespräch auszuprobieren.
Die Rückmeldung der H9 lautete: Das war echt klasse. Ich weiß jetzt, wie so ein Gespräch verlaufen kann und bin hoffentlich weniger aufgeregt, wenn es wirklich ernst wird.
K. Grafen
