Die zweite Hälfte des vergangenen Freitags war für das Lehrerkollegium nicht frei, ganz im Gegenteil. Von 12.00 Uhr bis am frühen Abend wurde im Forum konzentriert am Prozess der Selbstevaluation gearbeitet. Alle Schulen haben den Auftrag, sich selbst kritisch zu betrachten, einzelne Bereiche in den Fokus zu nehmen und nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen.
Der Orientierungsrahmen zur Schulqualität weist 5 Qualitätsbereiche aus. In den letzten drei Schuljahren beschäftigten wir uns mit dem Qualitätsbereich I, dem Unterricht. In kleinen Zirkeln besuchten sich die Lehrkräfte gegenseitig im Unterricht und gaben sich anhand bestimmter Kriterien Individualfeedback. Sie beobachteten gegenseitig Unterrichtsstunden, um z.B. zu sehen, wie Schülerfehler für den Lernprozess in der Klasse genützt werden können. Jede falsche Äußerung von Schülerinnen und Schülern gibt der Lehrkraft Aufschluss über Verständnisprobleme und kann bestens dazu dienen, den Schülerinnen und Schülern Lernhilfen zu geben. Am Pädagogischen Tag nahmen wir 8 Teilaspekte des Qualitätsbereichs II "Professionalität der Lehrkräfte" unter die Lupe. Von diesen legten wir drei Aspekte fest, die in der jetzigen Evaluationsrunde verbessert werden sollten. Die Lehrerinnen und Lehrer werden sich damit beschäftigen, wie die Schulregeln von Schülerinnen und Schülern besser eingehalten werden können und welche Maßnahmen dafür dienlich sind. Die eingesetzte Zeit hatte sich gelohnt. Mit einem zielorientierten Ergebnis ging das Kollegium zufrieden ins Wochenende. Wir bedanken uns bei allen Grundschuleltern, die ihre Kinder außerhalb des normalen Stundenplans ab 12.00 Uhr selbst versorgten und damit den Qualitätsprozess an unserer Schule unterstützten.
K. Grafen
