Kooperation

Kindertagesstätten und Schule

Letzten Mittwoch waren die Erzieherinnen in die Schule eingeladen, um sich wie je-des Jahr mit den Grundschullehrerinnen austauschen zu können.
Die Lehrerinnen der ersten Klassen öffneten ihre Klassenräume, um an Beispielen zu zeigen, wie selbständiges Lernen und Handeln im Unterricht angebahnt wird. Die Buchstaben werden in unseren ersten Klassen nicht in einer festgefügten Reihenfol-ge eingeführt, mit Beispielen hinterlegt und eingeübt, sondern jedes Schulkind er-obert sich seinem Kenntnisstand entsprechend in eigenem Rhythmus mit der eige-nen Lerngeschwindigkeit das ABC. Ein Buchstaben-Rap wird eingeübt und ist so mitreißend, dass ihn alle auswendig können. Er hilft die Anlauttabelle - "B" wie Baum und "K" wie Kasper - nicht mehr zu vergessen. Der Lehrerin kommt dabei die Rolle zu, Material zur Verfügung zu haben, das eigenständiges Erarbeiten möglich macht. Sie berät die Schülerinnen und Schüler, hilft, fördert, unterstützt, wo es notwendig ist, kontrolliert Menge und Qualität der Aufgaben, registriert die notwendigen nächsten Lernschritte, um bis zur nächsten Stunde das entsprechend differenzierte Material zur Verfügung zu stellen. Nach dem Prinzip der "Lernwerkstatt" erreichen die Schüle-rinnen und Schüler die Ziele des ersten Schuljahres entsprechend ihres eigenen Lernvermögens und mit möglichst hoher Selbstständigkeit. Die Erziehung zur Selbst-ständigkeit ist ein wesentliches Merkmal der Arbeit in den Kindergärten.
Die Erzieherinnen reflektierten mit den Lehrerinnen die vorbereitenden Schritte in den Jahren vor Schuleintritt. So manches "Aha, das machen wir schon!" gepaart mit dem Effekt "Oh, das könnten wir doch so oder so machen!" spricht für einen intensi-ven fachlichen Austausch. Wir danken den Erzieherinnen für Ihr Interesse an unserer gemeinsamen Aufgabe und freuen uns auf das nächste Zusammentreffen.
K. Grafen