Ohne Sprache keine Chance

Sprachförderung in der Grundschule

 

  "Jeder Unterricht ist Sprachunterricht." Mit dieser Aussage eröffnete Frau Grafen den Fortbildungsnachmittag am 14.11.12 zum Thema Sprachförderung in der Grundschule. Unter der Leitung von Frau Beese und Frau Hornung, beides Sprachförderfachkräfte des Staatlichen Schulamtes Böblingen, lernten die Grundschullehrerinnen der OSS zusammen mit Frau Scheitenberger-Fritz aus dem Kindergarten Im Städtle die unterschiedlichen Bereiche der Sprachförderung und praktische Tipps für den Unterricht kennen.Frau Hornung erläuterte zunächst die "Einflussfaktoren auf den Spracherwerb - Sprachaufbau nach Wendlandt". Sie betonte während ihres Vortrags, dass die Motivation Deutsch zu lernen und eine positive Einstellung zur Sprache seitens der Kinder und Eltern ein wichtiger Faktor des Sprachlernprozesses darstellt.

In Gruppenarbeit analysierten die Grundschullehrerinnen anhand von Schüleraufsätzen den Sprachstand der Kinder und arbeiteten einen passenden Sprachförderplan aus.

Wie Lehrer und Lehrerinnen im Regelunterricht unterstützend auf das Sprachenlernen wirken können, beschrieb Frau Hornung mit Blick auf das baden-württembergische Projekt zur individuellen Förderung "Lernen im Fokus der Kompetenzorientierung: Individualisiertes Fördern in der Schule durch Beobachten - Beschreiben - Bewerten - Begleiten". Die 4B´s ermöglichen es der Lehrkraft sich an einem Raster zu orientieren und gezielte Förderschwerpunkte zu setzen.

Mit Hilfe der Förderpläne des Sprachförderunterrichts und der 4B´s im Regelunterricht sollte eine optimale Förderung beim Sprachlernen des einzelnen Kindes gegeben sein. Frau Beese ergänzte die 4B´s um die Punkte "Beziehung und Begeisterung". Bei allen Förderkonzepten darf das Hauptziel "bei Kindern Freude an der Sprache zu wecken" nicht vergessen werden. Dies ist auch Fazit der Fortbildung: Sprachförderung kann nicht abgegeben werden.

Es muss ein Konzept entwickelt werden in dem alle Beteiligten einen Beitrag leisten müssen. Kindergarten, Schule, Eltern und unterstützende Institutionen sollten Hand in Hand arbeiten um den Kindern die Möglichkeit zu bieten die deutsche Sprache zu lernen.

Förderpläne, Sprachförderstunden und eine enge Kooperation zwischen allen Beteiligten werden an der OSS bereits umgesetzt. Dennoch bedarf es einer stetigen Verbesserung der Sprachförderung in der Schule, denn Sprache ist das Tor zur Welt.   

M. Mucha