Raus aus dem Toten Winkel

Jährlich verunglücken Kinder tödlich im Straßenverkehr. Bei 4 von 6 Unfällen werden sie von rechts abbiegenden LKW überfahren. Diese Kinder befanden sich im Toten Winkel - die LKW Fahrer konnten sie NICHT sehen!
Dies haben die Mitglieder des Serviceclubs Round Table zum Anlass genommen, das Schulprojekt "Raus aus dem Toten Winkel" zu initiieren und es deutschlandweit an Grundschulen bekannt zu machen. Sie gestalten für die Schulen einen Projekttag, an dem sie auf dem Schulhof mit Hilfe eines großen LKW die Gefahrensituation im Straßenverkehr für die Schüler nachstellen. Jeder Schüler nimmt auf dem Sitz des LKW-Fahrers Platz und lernt dessen Perspektive aus dem Führerhaus kennen. Denn kein Kind ist aus der Sicht des Fahrers - trotz Spiegeln - zu sehen, obwohl sich in dem Moment eine ganze Gruppe von Schülern im Toten Winkel des LKW befindet.
Ziel dieses Projektes ist es, Schüler für diese Gefahrensituation zu sensibilisieren und ihnen konkrete Tipps und Verhaltensweisen mit auf den Weg zu geben, um in Zukunft Unfälle zu vermeiden.
 Auf dem Schulhof der Oskar-Schwenk-Schule parkte am Freitag, den 14.06.2013 ein LKW und die Schülerinnen und Schüler unserer dritten und vierten Klassen erlebten einen ganz besonderen Projekttag mit dem "round table 129 Böblingen".Sie durften selbst ausprobieren, wie sie vom Fahrersitz trotz des Außenspiegels große Schwierigkeiten hatten, ihre Mitschüler an verschiedenen Orten um den LKW zu finden. Jeder konnte feststellen, dass sogar die gesamte Klasse im Toten Winkel an der Seite des Fahrzeuges verschwand oder auch ein paar Schüler im Bereich direkt vor dem Fahrzeug einfach nicht zu sehen waren.Die Kinder lernten so, dass der Blickkontakt zum LKW-Fahrer wichtig ist. Und noch besser hält ein Fußgänger oder Radfahrer zum LKW Abstand, um aus dem Toten Winkel herauszukommen, denn so kann der Fahrer die Person sehen.